Zwei Länder, ein Projekt - Internationale Projektarbeit im Rahmen von Erasmus+
Auch in diesem Schuljahr hatten die Schülerinnen und Schüler unserer neunten Klassen wieder die Möglichkeit, im Rahmen des Erasmus+ Programms an einer länderübergreifenden Projektarbeit teilzunehmen. Dank der großzügigen Förderung durch die Europäische Union fallen für die Teilnehmenden keine Kosten an, sodass es sich um ein Projekt handelt, welches für alle Neuntklässlerinnen und Neuntklässler angeboten werden kann. Dieses Jahr stand unsere Projektarbeit unter dem Motto Nachhaltigkeit – Sustainability – Sostenibilità.
Dafür nahmen die Teilnehmenden seit Beginn des Schuljahres an einem Vorbereitungskurs am Donnerstagnachmittag mit Herrn Fürgut teil, bevor es Anfang März endlich ins norditalienische Gozzano ging. Ende April erfolgte der Gegenbesuch der italienischen Gäste, bei welchem wir elf Schülerinnen und Schüler sowie zwei Lehrerinnen an unserer Schule begrüßen durften. Im Folgenden schildern die Teilnehmenden höchstpersönlich ihre Eindrücke von unserer Woche in Italien.
Während unseres Aufenthalts in Italien haben wir eine abwechslungsreiche und spannende Woche erlebt, in der wir sowohl an unseren Projekten gearbeitet als auch viele neue Eindrücke gesammelt haben.
Zu Beginn der Woche waren wir viel in der Schule, wo wir an unseren Projekten gearbeitet und Interviews sowie Videos vorbereitet haben. Dabei haben wir uns untereinander und mit den italienischen Schülerinnen und Schülern besser kennengelernt.
Ein besonderes Highlight war der Ausflug zum Ortasee am Montagnachmittag. Der See sah mit dem Nebel sehr beeindruckend aus. Wir sind mit dem Boot zur Insel San Giulio gefahren, haben dort die kleinen Gassen erkundet und eine Kirche besichtigt. Außerdem haben wir vom Bürgermeister interessante Informationen über die Region bekommen.
Ein weiterer Programmpunkt war der Besuch einer Farm und einer Bäckerei am Dienstag. Dort haben wir gesehen, wie ökologische Lebensmittel angebaut und verarbeitet werden und wir durften auch einige regionale Spezialitäten probieren.
Auch der Ausflug nach Mailand am Mittwoch war ein Highlight. Dort haben wir an einer Foto-Rallye rund um den Dom teilgenommen und hatten anschließend Zeit, die Stadt selbst zu erkunden. Einige Gruppen haben zusätzlich einen Recyclingladen besucht und mehr über nachhaltige Mode und dem Unterschied zu Fast Fashion erfahren, wobei sie die Ladeninhaberin interviewen konnten.
Am Donnerstag haben wir weiter an unseren Projekten gearbeitet. Am Abend fand eine Abschiedsfeier statt, bei der wir die Woche gemeinsam ausklingen lassen konnten.
Insgesamt war die Woche eine tolle Erfahrung. Wir haben nicht nur viel gelernt, sondern auch neue Freundschaften geschlossen und viele schöne Erinnerungen gesammelt. Unsere Vorfreude auf den Besuch der Italiener bei uns war also groß!
Bereits sechs Wochen später war es so weit und unsere Gäste besuchten uns in Hösbach. Am Sonntagabend kamen die italienischen Schülerinnen und Schüler an und wurden von ihren Gastfamilien empfangen.
Der Montag begann mit einem Wiedersehen in der Schule. Nach einer Schulhausführung arbeiteten wir weiter an unseren Projekten. Am Nachmittag unternahmen wir einen Ausflug nach Aschaffenburg, wo wir an einer englischsprachigen Stadtführung zum Thema Klimaanpassung teilnahmen und interessante Einblicke in nachhaltige Stadtentwicklung erhielten.
Der Dienstag stand ganz im Zeichen eines Ausflugs nach Frankfurt. Dort besichtigten wir zentrale Sehenswürdigkeiten und lernten die Stadt näher kennen.
Am Mittwoch ging es ins Felsenmeer im Odenwald. Die Wanderung über die großen Felsen war für viele sehr anstrengend – besonders für unsere Gäste – stellte jedoch ein schönes Erlebnis dar. Während einer Führung erhielten wir Informationen zur Geologie des Gebiets sowie zu Aspekten der Nachhaltigkeit.
Am Donnerstag lag der Fokus wieder auf der Projektarbeit. Die erstellten Videos wurden fertiggestellt und anschließend gemeinsam angeschaut sowie besprochen. Ein weiteres Highlight des Tages war das gemeinsame Kochen in der Schulküche. Am Abend besuchten wir gemeinsam eine Bowlingbahn in Aschaffenburg, wo wir den Abend in geselliger Runde ausklingen ließen.
Am Freitagmorgen verabschiedeten wir schließlich unsere italienischen Gäste, bevor wir in unsere Klassen zurückkehrten.
Insgesamt war auch der Aufenthalt in Deutschland eine schöne Erfahrung, die den Austausch weiter vertiefte und das gemeinsame Projekt erfolgreich abrundete.
Manuel Fürgut und die Schülerinnen und Schüler des Erasmus+ Programms
