Hösbacher Stolpersteine als Holocaust Mahnmal

Am Donnerstag, 02. Juni 2022 nutzten die Ethik-SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10 der Staatlichen Realschule Hösbach die Unterrichtszeit, um mit ihren beiden Ethik-Lehrkräften Susanne Hentschel und Isabel Rasche einen themenbezogenen Unterrichtsgang zu den erst einige Wochen zuvor verlegten Stolpersteinen an der Hösbacher Hauptstraße zu unternehmen.

Dass am Freitag, 11. März 2022 erstmals Stolpersteine in Hösbach eingelassen wurden, geht auf den Vorschlag eines Gemeinderat-Mitgliedes im Jahr 2017 zurück. Bei der feierlichen Verlegung waren Mitglieder der Schulleitung sowie der Fachschaften Geschichte, Religion und Ethik der RSH anwesend. Fünf Stolpersteine erinnern seit besagtem Freitag im Bereich der Hauptstraße 85 in Hösbach an die jüdische Familie Löwenthal/Lederer, die von den Nationalsozialisten aus dem Ort deportiert wurde. Der Verlegeort der Gedenksteine war einst Wohnort der Familie.

Das Projekt „Stolpersteine“ des Künstlers Gunter Demnig begann im Jahr 1992. Es gilt als das größte dezentrale Holocaust-Mahnmal der Welt. Die Stolpersteine, die von Demnig nicht nur selbst hergestellt, sondern auch durch ihn persönlich verlegt werden, sollen an Menschen erinnern, die der NS-Diktatur zum Opfer fielen. Vor allem im Hinblick auf aktuelle politische Geschehnisse in Deutschland und der Welt wurde das Bewusstsein der ZehntklässlerInnen für die Bedeutsamkeit von Holocaust-Gedenkstätten geschärft.

Text: Isabel Rasche
Fotos: Carina Henke

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